Mindestwasserführung in der Agger

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Der Engelskirchener Planungs- und Umweltausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass das Laichhabitat des Lachses zwischen den Wasserkraftanlagen Ehreshoven I und II unabhängig eines tragfähigen Sanierungskonzeptes der Altanlagen „durch eine zeitnah realisierbare Mindestwasserführung in seiner Funktion gesichert wird”. Damit wendet sich der Ausschuss an die zuständige Bezirksregierung Köln eine substanzielle Mindestwasserführung anzuordnen.

Das Beitragsbild zeigt das alte Aggerbett zwischen den Wasserkraftanlagen Ehreshoven I und II bei einer Abgabe von 500 l/s, zu wenig für den Lachs in einem der wenigen „Zielartengewässer” NRW’s für diese bei uns bedrohte Tierart, Meerforelle und den Aal. In gleicher Angelegenheit hatte sich der Gemeinderat bereits 2014 an die Bezirksregierung gewandt. Paradoxerweise sind die Wassermengen bei Trockenheit gut, da die Wasserkraftanlage dann wegen Wassermangel keinen Strom produzieren kann und das gesamte Wasser der Agger in das in diesem Bereich etwa 2,6 km lange alte Bett fließt. Unter Stromproduktion werden hingegen nur die angesprochenen 500 l/s durch Rohrleitungen aus dem Stau in das alte Bett abgegeben. Diese Zeiträume decken sich allerdings gerade mit den Zeiten, in denen Lachs und Meerforelle zum Laichen hoch wandern wollen.

Nebenbei bemerkt: Sämtliche Wasserkraftanlagen an der Agger produzieren nach eigenen Schätzungen gerade mal Strom für etwa 2.200 durchschnittliche Haushalte. Eine einzige Windkraftanlage könnte dieses Dargebot leicht ersetzen.