BUND erhebt Klage gegen Deichsanierung Himmelgeister Rheinbogen

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Der BUND NRW hat beim Oberverwaltungsgericht Münster Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Sanierung des Himmelgeister Deichs in Düsseldorf eingelegt. Mir vorliegender Planung soll der etwa 1.900 Meter lange Deich auf alter Linie saniert werden. Damit würden potentielle Hochwasserrückhalteflächen ungenutzt bleiben. Zur Sanierung müsste der gesamte Altdeich abgetragen und wieder neu aufgebaut werden. Über die vielen Jahrzehnte seines Bestandes haben sich zudem viele bedrohte Wildbienen-Arten angesiedelt.

Der BUND fordert seit langem, den Deich zurückzuverlegen und das frühere Überschwemmungsgebiet zu reaktivieren. Die Entscheidung den Deich auf alter Linie zu sanieren erfolgte bedauerlicherweise allein aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen.

Dabei ließen sich mit der Deichrückverlegung gleich mehrere Ziele erreichen“, betonte Michael Süßer, Sprecher der BUND Kreisgruppe Düsseldorf. „Neben dem verbesserten Hochwasserschutz schafft die Rückverlegung ökologisch wertvolle Auenlandschaften, ein attraktives Naherholungsgebiet und erhält den alten Deich mit seinen Trockenrasen und landesweit bedeutsamen Wildbienen-Populationen.”

Entlang der Rhein-Schiene stehen stehen aufgrund der dichten Besiedlung nur noch wenige Flächen potenziell zur Verfügung. Diese zu nutzen ist nicht zuletzt Ziel der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Hochwasserrisikomanagement Richtlinie (EG-HWRM-RL). Die absehbaren Folgen der Klimaänderung und das Gebot der Stunde die Biodiversität zu schützen, würden eigentlich andere Entscheidungen erwarten lassen.

Hinweis:

Die BUND-Kreisgruppe Düsseldorf hat zudem eine Petition in der Sache an die Stadt Düsseldorf gestartet.