Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht Nitratbericht 2020

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Das Umweltbundesamt (UBA) hat am 09.07.2020 den sogenannten Nitratbericht veröffentlicht. Damit liefert die Bundesrepublik ihren Beitrag für die nach der Nitratrichtlinie vorgeschriebene vierjährliche Berichterstattung der Europäischen Kommission. Inhalte sind der Stand der Umsetzung der Nitratrichtlinie sowie die Ergebnisse der Gewässerüberwachung.

Die Berichterstattung zum Grundwasserzustand stützt sich auf die Daten des EU-Nitratmessnetzes (692 Messstellen). Das EU-Nitratmessnetz soll die überwiegend landwirtschaftlich beeinflussten Grundwasserkörper repräsentativ abbilden. Für den Berichtszeitraum wird eine allenfalls leichte Abnahme der Nitratbelastung vor allem hochbelasteter Grundwasserkörper beschrieben. Neben den Grundwasserkörpern ist auch die Belastung der Oberflächengewässer darzustellen. Hier zeigt sich insgesamt gegenüber dem ersten Berichtszeitraum von 1991 bis 1994 ein marginaler Rückgang. Entscheidender für Eutrophierungsprobleme der Flüsse und Seen ist die Belastung mit Phosphat. Hier wird ein leichte Zunahme festgestellt.

Allerdings ist auch die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie zu beachten. Letztlich fließt alles Süßwasser den Meeren zu und für diese sind die Belastungen weiterhin viel zu hoch.

Zur Zuordnung und Quantifizierung der landwirtschaftlichen Stickstoffdüngung wurden zudem aktuelle Stickstoffbilanzen als Flächenbilanz berechnet und ein Vergleich mit den vorherigen Aktionszeiträumen aufgestellt. Trotz starker Schwankungen musste ein leichter Anstieg des Bilanzsaldos festgestellt werden.

Weiter Infos und der Nitratbericht selbst finden sich hier.