Beteiligung zur wasserrechtlichen Erlaubnis für die Einleitung von Salzabwasser in die Werra

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Die K+S Minerals and Agriculture GmbH hat aufgrund einer auslaufenden befristeten Genehmigung (bis zum 31.12.2020) zur Entsorgung salzhaltiger Wässer in die Werra erneut einen Antrag auf Erteilung einer wasserrechtlichen Erlaubnis eingereicht. K+S beabsichtigt in 2021 bis zu 6,7 Mio m³ pro Jahr beziehungsweise 6,0 Mio m³ pro Jahr in den Jahren 2022–2027 in der Werra zu entsorgen.

Dadurch können Chlorid-Konzentrationen von bis zu 2.500 mg/l und Kalium-Konzentrationen von bis zu 200 mg/l am Pegel Gerstungen erreicht werden. Die LAWA-Empfehlungen für den guten ökologischen Zustand/ das gute ökologische Potential der betroffenen Fließgewässer (LAWA-Typ 10 bzw. 20) liegen aber bei 45 mg/l Chlorid, 8,0 mg/l Kalium (Typ 10) beziehungsweise bei 122 mg/l Chlorid (Typ 20). Es bleibt fraglich, wie so das gute ökologische Potential bis 2027 erreicht werden soll.

Nachdem im letzten Jahr das Scoping erfolgte, läuft nun die Beteiligung zur wasserrechtlichen Erlaubnis für die Einleitung von Salzabwasser in die Werra. Die Unterlagen stehen zum Download im Internet unter
https://rp-kassel.hessen.de/umwelt-natur/kaliindustrie
bereit.

Die Frist für die Abgabe einer Stellungnahme ist der 03.08.2020. Das Landesbüro der Naturschutzverbände bittet um Rückmeldung eventueller Beiträge bis zum 13.07.2020.