Stakeholder-Konferenz zur WRRL in NRW

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gibt bis Ende 2027 verbindlich zu erreichende Ziele für unsere Gewässer vor. Diese müssen mit dem nun in Aufstellung befindlichen dritten Bewirtschaftungsplan erreicht werden.

Um eine geeignete Planung aufzustellen, wird ein Beteiligungsprozess durchgeführt. Mit den stattfindenden Gebietsforen und Gewässerkonferenzen auf regionaler Ebene wurde dieser Prozess eingeleitet. Mit der Stakeholder-Konferenz auf Ebene von Verbands- und Behördenvertretern möchte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) die Diskussion zu eher übergeordneten Themen wieder aufnehmen. Die Stakeholder-Konferenz soll die „Lenkungsgruppe WRRL“ und die „Arbeitsgruppe WRRL“ ersetzen.

Nach einem Überblick zum Stand der Umsetzung der WRRL in NRW, wurden die Prozessorganisation der vorgesehenen Beteiligung, Bewirtschaftungsziele und relevante Bewirtschaftungsthemen vorgestellt.

Einige bis dato unveröffentlichte erste Ergebnisse des 4. Monitoring-Zyklus überraschten. Viele vormals Nitrat-bedingt rote Grundwasserkörper wurden grün dargestellt. Es wurde angemerkt, dass viele Grundwasserkörper „auf der Kippe” stünden.

Am Niederrhein wurden die vormals mengenmäßig schlecht bewerteten Rhein-parallelen Grundwasserkörper nun grün dargestellt.

Zur Zeit würde das gesamte Grundwassermesstellennetz überprüft. Dies soll auch der „Binnendifferenzierung” dienen. Damit sollen innerhalb von roten Grundwasserkörpern „saubere” Bereiche identifiziert werden können.

Ab März diesen Jahres werden voraussichtlich die Runden Tische der Bezirksregierungen stattfinden, zu deren Teilnahme ausdrücklich auch die ehrenamtlichen Gewässerschützer eingeladen sind.

Zusätzlich tagen die AG Grundwasser und die AG Oberflächengewässer. Bei Bedarf sollen themenbezogene Fachgespräche geführt werden.

Die Vortragsunterlagen sollen in Kürze auf dem Landesportal Flussgebiete.NRW veröffentlicht werden.