Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wird nicht angefasst. Ergebnisvorstellung zum Fitness-Check der Wasserrahmenrichtlinie durch die Europäische Kommission

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Die Wasserrahmenrichtlinie, die zentrale europäische Regelung zum Schutz unserer Lebensgrundlage Wasser, wird nicht geändert.

Die Eignungsprüfung zeigt klar, wie gut und vor allem auch notwendig die Richtlinie zum Schutz unseres Wassers ist. Nur etwa 40 Prozent der Flüsse und Seen in Europa erreichen bislang die vereinbarten Ziele. Es braucht daher mehr Gewässerschutz statt weniger. Mit Blick auf die Zukunft ist es jetzt wichtig, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Ziele der WRRL bis 2027 zu erreichen. Bis dahin ist es noch ein langer Weg – in Deutschland erreichen bislang lediglich etwa 7 % unserer Oberflächengewässer den guten ökologischen Zustand/ das gute ökologische Potential.

Neue Ansätze ermöglicht der kürzlich vorgestellte „Green Deal“ der EU-Kommission. Ambitionierte Ziele in und Kohärenz mit der EU-Biodiversitätsstrategie, der Zero-Pollution-Strategie und der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) können in die richtige Richtung weisen.

Am 13.12. um 10:15 Zeit wird die Kommission die Ergebnisse präsentieren. Die Pressekonferenz kann live mitverfolgt werden.

https://www.eip-water.eu/web-stream-eip-water-conference-2019

 

Hintergrund:

Über zwei Jahre überprüfte die Europäische Kommission die WRRL im Rahmen eines sogenannten „Review-Prozesses“. Trotz teils enormen Drucks der Agrar‑, Verkehrs- und Industrielobby konnte diese wichtige Richtlinie ohne Abschwächung erhalten werden. Allerdings gibt es viele Umsetzungsprobleme und ‑verzögerungen.

Der erst kürzlich von der Europäischen Umweltagentur veröffentlichte Bericht über den Zustand der Umwelt in Europa 2020 zeigte deutlich, dass die WRRL ein wichtiges Instrument gegen den anhaltenden Biodiversitätsverlust in Gewässern darstellt. Binnengewässer und Süßwasserökosysteme zeigen weltweit mit die höchsten Biodiversitätsverluste.