Ein Erlebnis der besonderen Art – das flussfilmfestival in Düsseldorf.

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Volles Programm an 2 Tagen:
Die erste Session war den wilden und teilweise noch unberührten Wildflusslandschaften in Europa und den USA gewidmet. Neben der Schönheit und Unversehrtheit wurden die aktuellen Gefährdungspotenziale thematisiert und in den Fokus genommen. Die Kurzfilme zeigten unterschiedlichste Aspekte des Gewässer- und Landschaftsschutzes, aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln – vom Balkan bis nach Nordamerika. Die Hauptfilme spannten ebenfalls den Bogen von den Wildflüssen Südosteuropas („The Undamaged“ und „One for the River“) bis zu spektakulären Staumauerrückbauten („The Elwha undammend – What“s a river for“).

Uwe Koenzen und Tobias Schäfer zeigen Flagge
Ein Damm wird gesprengt – in den USA wird teilweise tabula rasa gemacht

Den konsequenten Schutz von Wildflüssen – keine Kraftwerke und keine Staudämme – dies haben die USA im Jahr 1968 mit dem “Wild and Scenic Rivers Act” auf den Weg gebracht. Heute setzt sich die Kampagne „5,000 Miles of Wild“ dafür ein, weitere Flüsse unter strengen Schutz zu stellen. Das flussfilmfest Düsseldorf ging der Frage nach: Was kann Europa, was können andere Länder auf der Welt von den USA lernen angesichts des Booms der Wasserkraft, der weltweit die Flusslandschaften und ihre Artenvielfalt zerstört? Den Einstieg in diese Session lieferten verschiedene Kurzfilme aus dem Programm des Wild & Scenic Filmfestivals, die einen weiten Bogen von den Flussökosystemen Nordamerikas bis zum innovativen Umgang mit Neobiota spannten.

Zwischendurch Diskussion – wie läuft das in NRW ?

Die dritte Session war dem Rhein, seinen Zuflüssen in Nordrhein-Westfalen und im Besonderen den Wanderfischen gewidmet. Mit „Im Dschungel der Rheinauen“ (50 min) hat Sigurd Tesche eine eindrucksvolle Dokumentation der verbliebenen Auenlebensräume und ihrer Bewohner erstellt. Der Film liefert einen Einstieg zum Verständnis des komplexen Wirkungsgefüges von Fluss ‑Aue-Ökosystemen. Die Kurzfilme spannten den Bogen vom Programm des „Blauen Bandes Deutschland“ bis zu den Renaturierungsmaßnahmen an den kleinen und großen Zuflüssen des Rheins in Nordrhein-Westfalen. Der Fokus am späteren Abends lag auf den Wanderfischen des Rheins. Den Einstieg in das Wanderfischthema lieferte ein Kurzfilm mit Isabella Rossilini, die auf eindrucksvolle den Lebenszyklus des Lachses illustriert. Den Abschluss bildete der Film „Super Salmon“, der die beeindruckende Reise eines pazifischen Lachses dokumentiert.

Zufrieden nach intensivem Programm, Diskussion und guter Resonanz: Tobias Schäfer, Andreas Schabert, Mario Sommerhäuser, Uli Detering, Paul Kröfges und Uwe Koenzen (v.l.n.r.)