Wupper

Das Einzugsgebiet der Wupper ist Teil der Flussgebietseinheit Rhein und umfasst die Wupper und ihre Nebengewässer. Die Wupper entspringt in der Ortschaft Börlinghausen bei Marienheide und mündet nach 116,5 Kilometern bei Leverkusen in den Rhein. Die Wupper wird in den ersten ca. 20 Kilometern ab der Quelle Wipper genannt.

Zuständig für die Umsetzung der WRRL ist in diesem Teileinzugsgebiet die Bezirksregierung Düsseldorf. Unterstützt wird sie von der Bezirksregierung Köln. 

Gebietsbeschreibung

Das Einzugsgebiet der Wupper ist durch die Großstädte Leverkusen, Solingen, Remscheid und Wuppertal geprägt und somit in weiten Teilen großflächig versiegelt. Im Oberlauf der Wupper und in dem Einzugsgebiet der Dhünn, dem größten Nebenfluss der Wupper, befinden sich größtenteils Wälder und Grünland. Das Einzugsgebiet der Wupper ist zudem geprägt durch Talsperren, die der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz dienen. An einigen Abschnitten der Wupper liegen signifikante Wärmebelastungen vor. Diese werden z.B. durch Kühlwassereinleitungen von Kraftwerken verursacht. Darüber hinaus werden die Gewässer im Teileinzugsgebiet Wupper durch industrielle Direkteinleitungen und punktuelle Regenwasserentlastungen aus Misch- und Trennsystemen belastet. Daneben beinträchtigen diffuse Einträge aus der Landwirtschaft und aus Fischzuchtanlagen die Gewässer. Die Grundwasserkörper im Teileinzugsgebiet der Wupper erreichen den guten mengenmäßigen Zustand. Der chemische Grundwasser-Zustand wird in mindestens drei Grundwasserkörpern allerdings durch hohen Viehbesatz, Verluste von Grünlandflächen, Überschreitungen der Nitratwerte, Schwermetallbelastungen und lokale Punktquellen beeinträchtigt.

Aber es gibt auch positive Entwicklungen. Im Wuppertaler Stadtgebiet wurden, soweit es die enge Bebauung in direkter Gewässernähe zuließ, bereits einige Maßnahmen innerhalb des bestehenden Profils umgesetzt. Zum Beispiel schafft unweit des ehemaligen Gaswerk-Geländes eine Schotter- und Kiesbank neue Lebensräume. Ein Eisvogelprojekt des Bergischen Naturschutzvereins Radevormwald zeigt zudem, dass es keiner aufwändigen Maßnahmen bedarf, um eine Nisthilfe für den Eisvogel zu errichten. So wurde an der Wupper hinter den Klärteichen in Wilhelmstal eine dem gewässerzugewandte Steilwand abgestochen, die der Eisvogel nun seit 2001 regelmäßig als Brutstätte benutzt. Weitere Informationen zu dem Engagement der Naturschutzverbände finden Sie im Wassernetz-Wiki.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Zur Einbindung der Öffentlichkeit finden im Einzugsgebiet Wupper im Rahmen der vorgeschriebenen Anhörungen zur WRRL-Umsetzung Gebietsforen und Runde Tische statt. Diese werden von den Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln angeboten. Die Termine und weitere Informationen zur WRRL-Umsetzung im Teileinzugsgebiet Wupper sind auf der Seite www.flussgebiete.nrw.de einsehbar. Regelmäßige Informationsveranstaltungen seitens der Kommunen sowie der Wasser- und Bodenverbände sind dagegen eher selten, zumal Termine oft nicht an zentraler Stelle bekannt gegeben werden.

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Weitere Information zum Einzugsgebiet „Wupper” finden Sie bei Flussgebiete-NRW sowie im Wassernetz-Wiki.