Ems

Die Ems ist ein grenzübergreifender Nordseezufluss. Sie entspringt in NRW und zwar in der Senne, einem Gebiet innerhalb der Kreise Gütersloh und Paderborn. Der Fluss verläuft durch das Münsterland, fliesst weiter durch das Emsland im westlichen Niedersachsen und erreicht nach etwa 370 Kilometern den Dollart, eine Bucht der Nordsee. Weil sich ein Teil des Flussgebietes auch in den Niederlanden befindet, arbeiten deutsche und niederländische Behörden zum Schutz der Ems zusammen.

Gebietsbeschreibung

Mit einer Länge von 156 Kilometern und einem Einzugsgebiet, welches fast doppelt so groß wie das Bundesland Saarland bemessen ist, hat NRW einen großen Anteil an dem Flussgebiet. Hier münden 8 größere Nebenflüsse, wovon die Werse der bedeutendste ist. Zudem finden sich 24 Grundwasser in ihrem Einzugsbereich. Eine Großstadt sucht man an der Flussstrecke in NRW vergebens. Das Gebiet ist vor allem ländlich geprägt. Mehr als 80 % der Fläche wird land- und forstwirtschaftlich genutzt. Insbesondere der Ackerbau spielt mit einem Anteil von 50% eine wesentliche Rolle. Angesichts  der intensiven Landnutzung bis in die Auen hinein sind viele Gewässer noch begradigt und tiefer gelegt. Sie verfehlen zumeist den guten ökologischen Zustand. Der hohe Düngemittel-Einsatz wirkt sich auch nachteilig auf die Situation des Grundwassers aus, gerade weil ein Großteil der Böden eine geringen Schutzfunktion aufweist und das Wasser im Untergrund mehr als 50 Jahre verweilen kann. Viele Grundwässer sind übermäßig mit Nitrat belastet, bei mehreren hat sich der Zustand weiter verschlechtert. Andererseits wurden zwischenzeitlich erste Projekte zur ökologischen Entwicklung der Gewässer umgesetzt. Hierzu zählt zum Beispiel der Emsabschnitt bei Einen, der dort wieder mehr Raum erhalten hat. Viele Ortsgruppen sind aktiv, um auch an anderer Stelle zum Gewässerschutz beizutragen. So zum Beispiel erfolgreich für die Anbindung des Altarms bei Saerbeck-Entrup oder bei der ökologischen Anpassung der Gewässerunterhaltung im Kreis Warendorf. Weitere Informationen zu dem Engagement der Naturschutzverbände finden sich im Wassernetz-Wiki (vgl. Link in der folgenden Box). Die Gewässeraktiven unterstützen auch folgendes Vorhaben: Für den Hauptfluss und für viele seiner Nebenflüsse sehen die zuständigen Behörden vor, dass der Aal diese Gewässer wieder sicher durchwandern kann.

 

Öffentlichkeitsbeteiligung

Die Bezirksregierung Münster koordiniert federführend die WRRL-Umsetzung im nordrhein-westfälischen Anteil der Flussgebietseinheit. Sie bietet mit ihrer Geschäftsstelle Ems regionale Gewässerschutz-Informationen für die Öffentlichkeit an. Hier sei auf die betreffende Flussgebietsseite verwiesen (vgl. Link in der folgenden Box). Auf der digitalen Plattform erhalten Interessierte auch Auskunft zu Informationsveranstaltungen wie dem Gebietsforum sowie eine Übersicht zu aktuellen Maßnahmen des Gewässerschutzes, welche insbesondere in den Umsetzungsfahrplänen und Planungseinheitensteckbriefen zur Bewirtschaftungsplanung hinterlegt sind. Des Weiteren können Sie bei den Mitarbeiter*innen der Behörde erfahren, welche Möglichkeiten der Beteiligung im Rahmen der vorgeschriebenen Anhörungen zur WRRL-Umsetzung derzeit bestehen. Für die Fachöffentlichkeit werden zur Erstellung der Maßnahmenplanungen Runde Tische angeboten und sie werden zu Gremien wie der Arbeitsgruppe Wasserqualität und Landwirtschaft eingeladen.

In vielen Kreisen, Städten und Gemeinden des Flussgebietes wäre es wünschenswert, wenn mehr zur WRRL-Umsetzung berichtet würde und bei den konkreten Planungen vor Ort die interessierte Öffentlichkeit mitwirken kann.

Sie benötigen weitere Infos?
Weitere Information zum Einzugsgebiet „Ems” finden Sie bei Flussgebiete-NRW sowie im Wassernetz-Wiki.