Initiative für den Hubbelrather Bach

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Am 29. April 2017 trafen sich Aktive des BUND Düsseldorf, BUND Mettmann, NABU Erkrath und des Wassernetzes zu einer gemeinsamen Exkursion entlang des Hubbelrather Bachtals bei Düsseldorf Höltgen. Während der Begehung wurden Abschnitte ermittelt, an denen die Naturschützer*innen aktiv werden wollen, um das Fließgewässer ökologisch zu verbessen. Mit ihrer Initiative möchten sie zugleich die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlnie (WRRL) vor Ort unterstützen.

Die Teilnehmenden stellten bereits an Startpunkt  der Exkursion  fest, dass das EU-berichtspflichtige Gewässer weiterhin erhebliche strukturelle Defizite aufweist. Abschnittsweise ist der Bach eingeengt, begradigt, bzw. infolge von Verrohrungen und Abstürzen eingeschränkt durchgängig. An mehreren Stellen gräbt sich das ohnehin zu tief liegende Gewässer weiter ein. Vielerorts lagert auf der Sohle übermäßig Feinsediment, deren Herkunft noch ermittelt werden muss. Zusätzlich befinden sich in dem Profil eine Rohrleitung sowie  eine neu eingerichtete Viehtränke.

Der veränderte Bach bietet den Fischen und wirbellosen Arten am Gewässergrund wenig Chancen für eine dauerhafte Besiedlung. Die aktuell verfügbaren Untersuchungsergebnisse der zuständigen Behörden bestätigten, dass der Bach einen  schlechten ökologischen Zustand aufweist. Folgerichtig verfehlt  er deutlich die Qualitätsanforderungen der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die seit 2015 hätten erfüllt sein müssen.

Während der Begehung konnten die Gewässeraktiven aber auch positive Entwicklungen feststellen. Vereinzelt sorgen Erlen und Gehölz-Verklausungen für  Laufveränderungen mit dynamischen Prozessen an den gegenüberliegenden Ufern, wie die Herausbildung von Prallhängen. Wasseramseln konnten außerdem in dem Naturschutzgebiet gesichtet werden.

Im Dialog entwickelten  die Teilnehmenden  Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Gewässers. Um die Anstrengungen der zuständigen Stellen zu verstärken, werden die ehrenamtlichen Naturschützer*innen innerhalb einer Strecke von 400m selbst Hand anlegen. Hierfür haben Sie eine Skizze mit Aktionsorten und konkreten Aktivitäten vorbereitet. Unter anderem sollen die erarbeiteten Vorhaben dazu beitragen, dass sich der Bach an mehreren Stellen wieder schlängeln kann. Mit der Zugabe von Totholz werden zusätzliche Kleinlebensräume für die Gewässerbewohner sich einstellen, mit dem Pflanzen von Erlen typische Auenstrukturen geschaffen. Im nächsten Schritt werden nun diese Vorhaben mit dem Grundstücksbesitzer, den zuständigen Behörden und dem Wasserverband abgestimmt.

Interessierte, die bei den praktischen Arbeiten mitmachen wollen, können sich an die Ansprechpartner*innen der Naturschutzgruppen vor Ort wenden:

BUND Düsseldorf

NABU Düsseldorf

NABU Kreisverband Mettmann

BUND Kreisgruppe Mettmann