Beratungen zur Langeler Aue

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Aktive des BUND Köln haben sich während einer Sondersitzung am 13.März 2017 mit der Frage befasst, inwiefern in der Langeler Aue die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) bereits erreicht sind und welche konkrete Maßnahmen des Gewässerschutzes zwischenzeitlich erfolgten.

Zur Thematik luden die ehrenamtlich Engagierten auch das Wassernetz ein. Bei der Beratung konnten die Teilnehmenden zugleich einen Einblick in die Anwendung des elektronischen Wasserinformationssystems des Landes (ELWAS) erhalten. Am Ende des Tages waren sich die Aktiven darin einig, dass das Auengebiet zu den wenigen Rhein-Abschnitten zählt, wo sich Maßnahmen im Entwicklungskorridor anbieten. Ohne Einbindung und ökologische Aufwertung der Aue können die festgelegten Umweltziele für den Wasserkörper nicht erreicht werden. Derzeit weist der Rhein zwischen Bonn und Leverkusen nur einen mäßigen Zustand auf.

Sowohl in den überarbeiteten WRRL-Maßnahmenplanungen, als auch im Umsetzungsfahrplan von 2012 sind geeignete Vorhaben aufgeführt, um der notwendigen ökologischen Verbesserung näher zu kommen. Allerdings wurde seit Aufstellung des ersten Bewirtschaftungsplans im Jahre 2009 noch nichts in der Langeler Aue getan, um den Anforderungen der WRRL gerecht zu werden. Der BUND Köln wird sich aus diesem Grund vor Ort dafür einsetzen, dass die bereits mit den Umsetzungsfahrplänen vereinbarten Vorhaben auf den Weg kommen. Darüber hinaus planen die Teilnehmenden, das Ergebnis der jüngsten behördlichen Gewässerstrukturkartierung zu überprüfen. Das Ufer weist nach ihren Erfahrungen eine deutlich bessere Struktur auf als es die offiziellen Untersuchungen ergaben. In den kommenden Monaten erfolgt daher in Zusammenarbeit mit den themenbezogenen Gewässerexperten des Wassernetzes eine eigene Untersuchung des betreffenden Abschnittes.