Bewirtschaftungsplan Weser veröffentlicht

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Am 18.3.2016 veröffentlichte die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser den länderübergreifend abgestimmten Plan zur Fortführung der WRRL-Umsetzung im Einzugsgebiet der Weser. Er enthält Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässersituation im gesamten Flussgebiet. Positiv ist zu bewerten, dass er zu wichtigen Handlungsfeldern wie der Durchgängigkeit und der Minimierung der Nährstoffeinträge durch Hintergrundpapiere ergänzt wird. Im Hintergrundpapier Nährstoffe sind regionalisierte Zielwerte bzgl. Gesamtstickstoff für Grundwasser und Oberflächengewässer angegeben. Die Maßnahmen bzgl. Salz sind in einem gesonderten Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm erfasst. Die Anregungen der Naturschutzverbände aus NRW, die während der Anhörung im vergangenen Jahr eingebracht wurden, fanden allerdings keinen Eingang in die Dokumente. Unter anderem wurde eingefordert, dass die ökologischen Durchgängigkeit der Weser und ihrer Nebengewässer bis 2020/2021 hergestellt ist. Gerade für die streng geschützten Langdistanzwanderfische stellen die 31 Staustufen in den größeren Wanderkorridoren noch Barrieren und Gefahrenzonen dar. Bis 2021 werden allenfalls 8 von diesen fischfreundlich umgerüstet sein. Ob der Lachs bis dahin oder 6 Jahre später wieder in der NRW-Weser heimisch werden kann, bleibt schon allein wegen der Vielzahl an Staubauwerken ungewiss. Einst zählte der Fluss mit seinen Nebenläufen zu den lachsreichsten Gewässern. Auch der Vorschlag, an deutlich mehr Gewäsern den natürlichen Wasserrückhalt zu fördern und Drainagen-Einträge anzugehen, erhielt keine Zustimmung.

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